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| public:1881:1881 [08.09.2017 22:16] – [Zeitungsberichte] Heiko Ruwe | public:1881:1881 [04.05.2025 09:56] (aktuell) – Heiko Ruwe |
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| \\ Weiter konnte der ORV auf der Mannheimer, der Frankfurter Germania-Regatta und der Frankfurter Vereinsregatta als Sieger nach Hause fahren. Dadurch wurden die Sympathien der rudersportbegeisterten Offenbacher Bevölkerung gesteigert und die Mitgliederzahl stieg bedeutend. | \\ Weiter konnte der ORV auf der Mannheimer, der Frankfurter Germania-Regatta und der Frankfurter Vereinsregatta als Sieger nach Hause fahren. Dadurch wurden die Sympathien der rudersportbegeisterten Offenbacher Bevölkerung gesteigert und die Mitgliederzahl stieg bedeutend. |
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| ===== Zeiungsberichte ===== | ===== Zeitungsberichte ===== |
| /* =============================================================================================================== */ | /* =============================================================================================================== */ |
| /* ID 58 <-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------> */ | /* ID 58 <-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------> */ |
| /* ID 64 <-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------> */ | /* ID 64 <-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------> */ |
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| == Verschiedenes == | == Regatta Ems == |
| Am Sonntag den 3. Juli fand in Ems, wie alljährlich, zur Feier der Anwesenheit Sr. Majestät des Kaisers die sogenannte Kaiserregatta statt. Bei welcher sich auch der hiesige Ruderverein mit einer Mannschaft, bestehend aus den Herren **H. Endres**, **Fr. Knipp **, **J. Niedermeier**, **H. Stadtmüller** und **M. Wendling** beteiligte. Dieselbe sollte im vierruderigen inrigged Raceboot __Möve__ um den ersten Preis der Kurverwaltung und im vierruderigen outrigged Gig __Alice__ um den Ehrenpreis der Stadt Ems konkurrieren. Zu ersterem Rennen lagen vier Anmeldungen vor, da jedoch auf der Bahn nicht gut mehr als zwei Boote fahren können, fanden am Samstagabend zwischen je zwei Booten Vorrennen statt. Die aus diesen hervorgegangenen Sieger hatten alsdann am Tage der Regatta selbst um den Preis zu kämpfen. Bei diesem Vorrennen hatte die Mannschaft des Offenbacher Rudervereins das Malheur, dass nach Zurücklegung von ca. 500 Meter an ihrem Boote ein Dollen brach, wodurch sie genötigt wurde, die Fahrt aufzugeben. Auf ihrem Vorschlag, das Vorrennen mit ausgebesserten Boote zu wiederholen, ging der Gegner nicht ein. Dagegen siegte sie am Sonntag im Boot __Alice__ gegen den Mainzer Ruder-Club mit einem Vorsprung von ca. 30 Bootslängen und errang sich dadurch den Ehrenpreis der Stadt Ems, bestehend aus einem silbernen Pokale und 5 Medaillen. Hierbei möchte nicht uninteressant sein, zu erfahren, dass 2en Mitgliedern des hiesigen Vereins, die später als Sieger aus dem Kampfe hervorgingen, am Morgen des Festtags die hohe Ehre zu Teil wurde, auf der Promenade zu Seiner Majestät dem Kaiser befohlen zu werden. Der hohe Herr erkundigte sich in höchst leutseliger Weise eingehend über die Verhältnisse des hiesigen Vereins und ließ sich, aufmerksam gemacht durch die zahlreichen Medaillen der beiden Vereinsmitglieder, über die Regatten, bei denen diese Preise errungen worden Bericht zu erstatten. Beim Entlassen sprach der Kaiser die Hoffnung aus, dass es dem hiesigen Vereine in der Folge gelingen möge, den bereits errungen Trophäen noch recht viel neue hinzuzufügen. | Am Sonntag den 3. Juli fand in Ems, wie alljährlich, zur Feier der Anwesenheit Sr. Majestät des Kaisers die sogenannte Kaiserregatta statt. Bei welcher sich auch der hiesige Ruderverein mit einer Mannschaft, bestehend aus den Herren **H. Endres**, **Fr. Knipp **, **J. Niedermeier**, **H. Stadtmüller** und **M. Wendling** beteiligte. Dieselbe sollte im vierruderigen inrigged Raceboot __Möve__ um den ersten Preis der Kurverwaltung und im vierruderigen outrigged Gig __Alice__ um den Ehrenpreis der Stadt Ems konkurrieren. Zu ersterem Rennen lagen vier Anmeldungen vor, da jedoch auf der Bahn nicht gut mehr als zwei Boote fahren können, fanden am Samstagabend zwischen je zwei Booten Vorrennen statt. Die aus diesen hervorgegangenen Sieger hatten alsdann am Tage der Regatta selbst um den Preis zu kämpfen. Bei diesem Vorrennen hatte die Mannschaft des Offenbacher Rudervereins das Malheur, dass nach Zurücklegung von ca. 500 Meter an ihrem Boote ein Dollen brach, wodurch sie genötigt wurde, die Fahrt aufzugeben. Auf ihrem Vorschlag, das Vorrennen mit ausgebesserten Boote zu wiederholen, ging der Gegner nicht ein. Dagegen siegte sie am Sonntag im Boot __Alice__ gegen den Mainzer Ruder-Club mit einem Vorsprung von ca. 30 Bootslängen und errang sich dadurch den Ehrenpreis der Stadt Ems, bestehend aus einem silbernen Pokale und 5 Medaillen. Hierbei möchte nicht uninteressant sein, zu erfahren, dass 2en Mitgliedern des hiesigen Vereins, die später als Sieger aus dem Kampfe hervorgingen, am Morgen des Festtags die hohe Ehre zu Teil wurde, auf der Promenade zu Seiner Majestät dem Kaiser befohlen zu werden. Der hohe Herr erkundigte sich in höchst leutseliger Weise eingehend über die Verhältnisse des hiesigen Vereins und ließ sich, aufmerksam gemacht durch die zahlreichen Medaillen der beiden Vereinsmitglieder, über die Regatten, bei denen diese Preise errungen worden Bericht zu erstatten. Beim Entlassen sprach der Kaiser die Hoffnung aus, dass es dem hiesigen Vereine in der Folge gelingen möge, den bereits errungen Trophäen noch recht viel neue hinzuzufügen. |
| /* ID 64 <-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------> ENDE */ | /* ID 64 <-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------> ENDE */ |
| /* ID 65 <-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------> */ | /* ID 65 <-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------> */ |
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| == == | == Regatta Mannheim == |
| Bei der gestern in Mannheim abgehaltenen 4ten Oberrheinischen Regatta beteiligte sich auch der Offenbacher Ruderverein mit deinem 4rur. Outrigged Gig und zwar bei Fahrt Nr. 4 des Programms. Es startete der Würzburger Ruderverein mit seinem Boot __Arminius__ und der **Offenbacher Ruderverein** mit seinem Boot __Alice__. Vom Start gingen beide Boote gleichzeitig ab und gelang es keinem der Konkurrenten seinem Gegner bis zum Drehpunkt einen Vorsprung abzugewinnen. Durch gutes Drehen erreichte hier Würzburg eine Länge Vorsprung, die aber bald wieder von Offenbach eingeholt wurde du kämpften beide Boote bis kurz vor dem Ziel Bord an Bord, wo Offenbach noch einmal zu einem kräftigen Sport ausholte und 2 Sekunden vor seinem Gegner das Ziel passierte, Es ist dies der dritte Sieg, den obengenannten Verein sich in diesem Jahre errungen hat. | Bei der gestern in Mannheim abgehaltenen 4ten Oberrheinischen Regatta beteiligte sich auch der Offenbacher Ruderverein mit deinem 4rur. Outrigged Gig und zwar bei Fahrt Nr. 4 des Programms. Es startete der Würzburger Ruderverein mit seinem Boot __Arminius__ und der **Offenbacher Ruderverein** mit seinem Boot __Alice__. Vom Start gingen beide Boote gleichzeitig ab und gelang es keinem der Konkurrenten seinem Gegner bis zum Drehpunkt einen Vorsprung abzugewinnen. Durch gutes Drehen erreichte hier Würzburg eine Länge Vorsprung, die aber bald wieder von Offenbach eingeholt wurde du kämpften beide Boote bis kurz vor dem Ziel Bord an Bord, wo Offenbach noch einmal zu einem kräftigen Sport ausholte und 2 Sekunden vor seinem Gegner das Ziel passierte, Es ist dies der dritte Sieg, den obengenannten Verein sich in diesem Jahre errungen hat. |
| /* ID 65 <-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------> ENDE */ | /* ID 65 <-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------> ENDE */ |
| /* ID 66 <-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------> */ | /* ID 66 <-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------> */ |
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| == Verschiedenes == | == Regatta Frankfurt == |
| Die am Sonntag bei Frankfurt a.M. an der Gerbermühle abgehaltene Regatta hatte ein überaus zahlreiches Publikum, das man auf mehr als 30.000 Personen schätzen darf, angezogen und fesselten die einzelnen Fahrten das Publikum in hohen Grade. Die zahlreich erschienenen Offenbacher interessierten sich selbstverständlich am Meisten für die Rennen ihrer heimischen Vereine und der bei Anlass der letzten Regatta in Ems von unserem Kaiser auf der dortigen Promenade einigen Offenbacher Ruderern gegenüber in so überaus gnädiger Weise zum Ausdruck gebrachte Wunsch, es möge dem Ruderverein gelingen, den bereits errungenen Trophäen künftig noch recht viel neue hinzuzufügen, ist für den genannten Verein von guter Vorbedeutung gewesen. Es freut uns, heute wiederrum von einem entschiedenen Siege, den sich der Ruderverein zum vierten Male, in diesem Jahre errungen hat, berichten zu können. Es gelangte das Boot __Alice__ des Vereins um volle 3 Bootslängen früher beim Ziele an, als das konkurrierende Boot des Würzburger Rudervereins. Der Errungene Sieg ist umso erfreulicher, als der Verein in Folge ungünstigen Fahrwassers Anfangs gegen die Würzburger im Nachtheile war; durch Aufbietung großer Kraftanstrengung, verbunden mit unermüdlicher Ausdauer, musste die Mannschaft jedoch die vorübergehend erlittene Scharte später mehr als gehofft auszuwetzen. Die Sieger bei dieser Fahrt, die Herren **Endres**, **Stadtmüller**, **Wendling**, **Kni**p und **Niedermaier** wurden von dem in der Nähe des Ziels harrenden zahlreichen Publikums mit donnerndem Beifall begrüßt. Über die weiteren Einzelheiten der Regatta haben wir noch Folgendes zu berichten: Die Aufmerksamkeit des Publikums war besonders auf die „Germania“ und dem „Ruderverein“, die beiden alten Rivalen, gerichtet. Aus beiden Wettkämpfen, welche diese Vereine mit einander machten, ging der Ruderverein als Sieger hervor. Höchst spannend war die Wettfahrt mit den achtruderigen Outrigged Race-Booten (Bürgerpreis). Bord an Bord hielt sich die Mannschaft, bis am Ziele der Ruderverein um eine unbedeutende Strecke vor war und den Preis erhielt. Bei dem Kampf mit dem vierruderigen Outrigged Race-Boote für Juniors hatte der Verein die günstige Stromseite für sich, während das Boot der Germania durch Wellen sich mit Wasser füllte und den Kampf aufgeben musste.\\ | Die am Sonntag bei Frankfurt a.M. an der Gerbermühle abgehaltene Regatta hatte ein überaus zahlreiches Publikum, das man auf mehr als 30.000 Personen schätzen darf, angezogen und fesselten die einzelnen Fahrten das Publikum in hohen Grade. Die zahlreich erschienenen Offenbacher interessierten sich selbstverständlich am Meisten für die Rennen ihrer heimischen Vereine und der bei Anlass der letzten Regatta in Ems von unserem Kaiser auf der dortigen Promenade einigen Offenbacher Ruderern gegenüber in so überaus gnädiger Weise zum Ausdruck gebrachte Wunsch, es möge dem Ruderverein gelingen, den bereits errungenen Trophäen künftig noch recht viel neue hinzuzufügen, ist für den genannten Verein von guter Vorbedeutung gewesen. Es freut uns, heute wiederrum von einem entschiedenen Siege, den sich der Ruderverein zum vierten Male, in diesem Jahre errungen hat, berichten zu können. Es gelangte das Boot __Alice__ des Vereins um volle 3 Bootslängen früher beim Ziele an, als das konkurrierende Boot des Würzburger Rudervereins. Der Errungene Sieg ist umso erfreulicher, als der Verein in Folge ungünstigen Fahrwassers Anfangs gegen die Würzburger im Nachtheile war; durch Aufbietung großer Kraftanstrengung, verbunden mit unermüdlicher Ausdauer, musste die Mannschaft jedoch die vorübergehend erlittene Scharte später mehr als gehofft auszuwetzen. Die Sieger bei dieser Fahrt, die Herren **Endres**, **Stadtmüller**, **Wendling**, **Kni**p und **Niedermaier** wurden von dem in der Nähe des Ziels harrenden zahlreichen Publikums mit donnerndem Beifall begrüßt. Über die weiteren Einzelheiten der Regatta haben wir noch Folgendes zu berichten: Die Aufmerksamkeit des Publikums war besonders auf die „Germania“ und dem „Ruderverein“, die beiden alten Rivalen, gerichtet. Aus beiden Wettkämpfen, welche diese Vereine mit einander machten, ging der Ruderverein als Sieger hervor. Höchst spannend war die Wettfahrt mit den achtruderigen Outrigged Race-Booten (Bürgerpreis). Bord an Bord hielt sich die Mannschaft, bis am Ziele der Ruderverein um eine unbedeutende Strecke vor war und den Preis erhielt. Bei dem Kampf mit dem vierruderigen Outrigged Race-Boote für Juniors hatte der Verein die günstige Stromseite für sich, während das Boot der Germania durch Wellen sich mit Wasser füllte und den Kampf aufgeben musste.\\ |
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| == Verschiedenes == | == Regatta Frankfurt == |
| Wie wir schon an dieser Stelle früher mittheilten, hielt gestern der Frankfurter Ruderverein in Frankfurt auf dem Main bei seinem Bootshaus auf der Maininsel eine Regatta ab, an welcher sich die Rudergesellschaft „Undine“ du der Ruderverein, dann noch die Rudergesellschaft Oberrad, die Rudergesellschaft „Schwaben“ von Heilbronn, die Rudergesellschaft von Hanau, der Ruderclub und der Ruderverein von Mainz, sowie der Ruderverein von Würzburg beteiligten, während der Ruderclub in Koblenz seine Anmeldung wieder zurückgezogen hatte. Die Insel hatte zu diesem Zweck neben ihrem sonstigen hübschen grünen Gewande noch andere Festkleider angelegt, sie prangte in großem Flaggenschmuck und war, soweit tunlich, auch für lukullische Genüsse eingerichtet, denn in den Büffets sah es in der Tat recht einladend aus. Auch der Keller war gut bestellt und der „Regatta-Wein“ war ein Zeuge von dem guten Geschmack der Arrangeure des Festes, das um 3 Uhr unter den Musikklängen der Watzmann’schen Kapelle seinen Anfang nahm. […]Da sich bei dem Rennen unter Nr. 5 des Programms – Cours 3500 Meter mit einem Drehpunkt – die beiden Vereine von Mainz und Offenbach, sowie der Ruderverein von Würzburg angemeldet hatten, nur zwei Boote aber fahren durften, so mussten diese vor dem Beginn des Rennens eine Stichfahrt unter sich halten, wobei der Ruderclub in Mainz mit seinem Boot „Diamant“ gegen den Ruderverein in Mainz mit seinem Boot „Rhein“ und die beiden Offenbacher Vereine – die „Undine“ mit ihren Boot „Nordstern“ und der Ruderverein mit seinem Boot __Alice__ – sowie der Ruderverein Würzburg mit einander kämpften. Dass von den beiden Mainzer Booten ebenso die größten Anstrengungen auf Erringen des Sieges gemacht wurden, wie auch von den beiden Offenbacher, brauchen wir wohl nicht besonders hervorzuheben; von beiden Seiten wurde mit seltener Energie und Ausdauer gearbeitet, zwei von den fünf konnten jedoch nur Sieger bleiben und diese Glücklichen waren die Mannschaft des Rudervereins in Mainz mit ihrem Boot __Rhein__ und diejenige des Rudervereins in Offenbach mit ihrem Boot __Alice__, welche später das fünfte Rennen gegeneinander ausführten. Nach diesem Stichrennen begannen die Hauptrennen und zwar Nr. 1 3 ¼ Uhr (vierruderige outrigged Race-Boote für Juniors, Cours 3500m Meter, 1 Drehpunkt, Ehrenpreis, gestiftet von der Taunusgesellschaft, sowie 5 Ehrenzeichen) zwischen der Rudergesellschaft „Germania“ von Frankfurt mit ihrem Boot __Deutschland__ und dem Ruderverein von da mit seinem Boot __Salamander__, wobei die erstere mit etwa 10 Bootslängen Vorsprung als Siegerin hervorging.\\ | Wie wir schon an dieser Stelle früher mittheilten, hielt gestern der Frankfurter Ruderverein in Frankfurt auf dem Main bei seinem Bootshaus auf der Maininsel eine Regatta ab, an welcher sich die Rudergesellschaft „Undine“ du der Ruderverein, dann noch die Rudergesellschaft Oberrad, die Rudergesellschaft „Schwaben“ von Heilbronn, die Rudergesellschaft von Hanau, der Ruderclub und der Ruderverein von Mainz, sowie der Ruderverein von Würzburg beteiligten, während der Ruderclub in Koblenz seine Anmeldung wieder zurückgezogen hatte. Die Insel hatte zu diesem Zweck neben ihrem sonstigen hübschen grünen Gewande noch andere Festkleider angelegt, sie prangte in großem Flaggenschmuck und war, soweit tunlich, auch für lukullische Genüsse eingerichtet, denn in den Büffets sah es in der Tat recht einladend aus. Auch der Keller war gut bestellt und der „Regatta-Wein“ war ein Zeuge von dem guten Geschmack der Arrangeure des Festes, das um 3 Uhr unter den Musikklängen der Watzmann’schen Kapelle seinen Anfang nahm. […]Da sich bei dem Rennen unter Nr. 5 des Programms – Cours 3500 Meter mit einem Drehpunkt – die beiden Vereine von Mainz und Offenbach, sowie der Ruderverein von Würzburg angemeldet hatten, nur zwei Boote aber fahren durften, so mussten diese vor dem Beginn des Rennens eine Stichfahrt unter sich halten, wobei der Ruderclub in Mainz mit seinem Boot „Diamant“ gegen den Ruderverein in Mainz mit seinem Boot „Rhein“ und die beiden Offenbacher Vereine – die „Undine“ mit ihren Boot „Nordstern“ und der Ruderverein mit seinem Boot __Alice__ – sowie der Ruderverein Würzburg mit einander kämpften. Dass von den beiden Mainzer Booten ebenso die größten Anstrengungen auf Erringen des Sieges gemacht wurden, wie auch von den beiden Offenbacher, brauchen wir wohl nicht besonders hervorzuheben; von beiden Seiten wurde mit seltener Energie und Ausdauer gearbeitet, zwei von den fünf konnten jedoch nur Sieger bleiben und diese Glücklichen waren die Mannschaft des Rudervereins in Mainz mit ihrem Boot __Rhein__ und diejenige des Rudervereins in Offenbach mit ihrem Boot __Alice__, welche später das fünfte Rennen gegeneinander ausführten. Nach diesem Stichrennen begannen die Hauptrennen und zwar Nr. 1 3 ¼ Uhr (vierruderige outrigged Race-Boote für Juniors, Cours 3500m Meter, 1 Drehpunkt, Ehrenpreis, gestiftet von der Taunusgesellschaft, sowie 5 Ehrenzeichen) zwischen der Rudergesellschaft „Germania“ von Frankfurt mit ihrem Boot __Deutschland__ und dem Ruderverein von da mit seinem Boot __Salamander__, wobei die erstere mit etwa 10 Bootslängen Vorsprung als Siegerin hervorging.\\ |
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| | ==== Aus den Chroniken ==== |
| | === 25-Jahr-Chronik === |
| | Im Jahre 1881 fand in Gegenwart des Kreisrats Herrn von Marquardt am 15. Mai die Einweihung unseres neues Hauses statt. Herzliche Dankesworte richtete der Vorsitzende an die Behörden und an die Bürgerschaft, die in Erkennung der Ziele des Rudersports mit großer Freude ihr gut Teil dazu beigetragen, uns in die Lage zu versetzen, die große Aufgabe zu Ende zu führen. \\ |
| | Durch die große Erweiterung der Bootshalle war es drei Mitgliedern möglich, Skiffs sich anzuschaffen. Damit konnte die sportliche Betätigung auch in dieser Bootsgattung bei uns beginnen. \\ |
| | Vierzehn Tage nach der Einweihung unseres Bootshauses nahmen wir an der Regatta des hessischen Regattavereins in Offenbach teil. In dem über 3000 Meter führenden Rennen mit Drehpunkt siegten wir im Gigvierer mit schönen Vorsprung gegen unsere Gegner, die Offenbacher Rudergesellschaft „Undine“ und die Mannheimer Rudergesellschaft. \\ |
| | An der Kaiser-Regatta in Bad Ems am 3. Juli beteiligten wir uns im Dollenvierer und Gigvierer. Im Dollenvierer mußte unser Verein wegen Dollenbruchs ausscheiden, während wir den Gigvierer leicht gegen den Mainzer Ruderverein gewinnen konnten. Hier erlebte unsere Mannschaft ein Ereignis, das ihr wohl zeitlebens in Erinnerung sein mußte. Bei der Frühpromenade wurde unsere Mannschaft durch den Flügeladjutanten Grafen Lehndorff zu Sr. Majestät Kaiser Wilhelm I. befohlen. Der Kaiser erkundigte sich in leutseligster Weise nach den Verhältnissen unseres Vereins und gab dem Wunsch Ausdruck, daß unserem Verein noch eine recht erfolgreiche Zukunft beschieden sein möge. Die Mannschaft selbst beglückwünschte er auf das herzlichste für ihren Erfolg. \\ |
| | Dieses Jahr war für uns ein ganz besonders erfolgreiches. Wir konnten noch von der Mannheimer-, der Frankfurter Germania– und der Frankfurter Vereinsregatta als Sieger nach Hause ziehen. Viel Freude herrschte in unseren Reihen über diese Erfolge und die Wahrnehmung großer Sympathien seitens der rudersportbegeisterten Bevölkerung war das moralische Plus, das wir für uns buchen durften. Die Mitgliederzahl ist auch in diesem Jahre um ein Beträchtliches gestiegen. \\ |
| | Mit stolz wollen wir heute jener tüchtigen Ruderer gedenken, die unsere Flagge mit so vielen Siegesehren umwoben haben. Leider sind sie heute nicht mehr alle unter uns, aber von denen, die noch unter uns weilen, lassen wir uns gerne aus früheren Tagen und von ihren kämpfen erzählen, die sie oft gegen hartnäckige Gegner ausgefochten haben. \\ |
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| | === 90-Jahr-Chronik === |
| | Im Jahre 1881 war es dann soweit und konnte in Anwesenheit des Kreisrates, Herrn von Marquardt, am 15. Mai die Einweihung unseres neuen Hauses stattfinden. Nachdem nunmehr unsere Bootshalle wesentlich erweitert war, hatten drei unserer Mitglieder die Möglichkeit Skiffs anzuschaffen. Damit war auch diese Bootsgattung bei uns vertreten und eine sportliche Betätigung war gegeben worden. \\ |
| | Bereits zwei Wochen nach der Einweihung unseres neuen Bootshauses nahmen wir an der Regatta des Hessischen Regattavereins in Offenbach teil. In einem Rennen über 3000m mit Drehpunkt siegten wir mit einem schönen Vorsprung im Gig-Vierer gegen unsere Gegner, die Offenbacher Rudergesellschaft "Undine" und die Mannheimer Rudergesellschaft. \\ |
| | Die Kaiser-Regatta in Bad Ems sah uns ebenfalls wieder am Start, und zwar im Dollen-Vierer und Gig-Vierer. Wegen eines Dollenbruches musste unser Boot im Dollen-Vierer leider ausscheiden. Dagegen konnte im Gig-Vierer ein überlegener Sieg gegen den Mannheimer Ruderverein errungen werden. Bei dieser Gelegenheit hatte unsere Mannschaft ein besonderes Erlebnis, das ihr bestimmt in besonderer Erinnerung verblieben sein dürfte. Bei der Frühpromenade wurden unsere Männer durch den Flügeladjutanten Grafen Heinrich von Lehndorff zu Sr. Majestät Kaiser Wilhelm I. befohlen. \\ |
| | Der Kaiser befragte sich in schlichtester Weise nach unseren Vereinsverhältnissen und gab dem Wunsche Ausdruck, daß unserem Verein noch eine recht erfolgreiche Zukunft beschieden sein möge. Die Mannschaft selbst beglückwünschte er herzlich zu ihrem Erfolg. \\ |
| | Das Jahr 1881 ist als besonders erfolgreich zu bezeichnen, denn wir konnten noch auf der Mannheimer, der Frankfurter Germania- und der Frankfurter Vereinsregatta als Sieger nach Hause gehen. Verständlich, wenn bei uns große Freude herrschte und waren dazu noch die Sympathien der rudersportbegeisterten Offenbacher Bevölkerung als besonderes Plus zu verzeichnen. Auch in diesem Jahr stieg die Mitgliederzahl beträchtlich an. \\ |
| | D as Jahr 1882 ist gekennzeichnet durch weitere Regattabeschickungen. So konnten wir auf der Emser Regatta einen weiteren Sieg einbringen. Ein bedeutendes Ereignis war der erste Deutsche Rudertag. Hierbei wurden die von der Frankfurter "Germania" bearbeiteten Wettkampfbestimmungen genehmigt. Unser Verein war bei der Tagung von den Herren Heinrich Wendling und Jean Gaubatz vertreten. \\ |
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| | === 100-Jahr-Chronik === |
| | Durch das ständige ansteigen der Mitgliederzahl wird das bisherige Bootshaus zu klein, und auf dem vom ORV gemieteten Steinischen Garten, Ecke Karl- und Obermainstraße, entsteht ein neues Bootshaus, das den damaligen Anforderungen entspricht. Hier ist dann der Offenbacher Ruderverein bis 1881 zu Gast. Zu dieser Zeit hat Offenbach bereits 28.500 Einwohner. Im Jahre 1880 liefert die Brauerei Henninger bereits zum ersten Mal Bier an den Offenbacher Ruderverein. Im gleichen Jahr ist eine starke Aufwärtsentwicklung des Vereins, sowohl in sportlicher als auch -in gesellschaftlicher Hinsicht, zu verzeichnen. \\ |
| | Die sportlichen Erfolge blieben nicht ohne Echo und die Mannschaften nehmen immer wieder an schönen Wettkämpfen in der näheren und weiteren Umgebung Offenbachs teil. Durch das starke Anwachsen der Mitgliederzahl wird das Grundstück auf dem gemieteten Steinischen Garten wiederum zu klein; man muss wieder einmal umziehen. Auf Pachtbasis stellt der Zimmermeister Korb sein Grundstück an der Mainlust in der Mainstraße zur Verfügung, wo sich der ORV dann niederlässt. Das neue Haus genügt allen Erfordernissen und die Übersiedlung stört das Vereinsleben in keiner Weise. \\ |
| | Im Jahre 1881 war es dann soweit; am 15. Mai wird die Einweihung des neuen Hauses vorgenommen. Die Bootshalle ist wesentlich erweitert worden 'und die Mitglieder haben nun die Möglichkeit, sich Skiffs anzuschaffen. Es werden sehr schöne Regatten besucht, von denen vor allen Dingen die „Kaiser-Regatta“ in Bad Ems die Herzen der Rennruderer des Offenbacher Rudervereins höher schlagen lässt. \\ |
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| | === Rudern-100-Jahr-Chronik === |
| | Im Jahre 1881, einige Wochen nach Einweihung des neuen Bootshauses an der Obermainstraße, nahm der ORV an der Regatta des Hessischen Regatta-Vereins in Offenbach teil. Bei einem Rennen über 3.000m (mit Drehpunkt) siegte der ORV mit schönem Vorsprung im Gig-Vierer gegen seine Gegner Offenbacher RG „Undine“ und die Mannheimer Rudergesellschaft. Die Kaiserregatta 1881 in Bad Ems sah den ORV ebenfalls wieder am Start, und zwar im Dollen-Vierer und im Gig-Vierer. Der Dollen-Vierer schied mit einem Dollenbruch aus, der Gig-Vierer konnte jedoch einen überlegenen Sieg gegen den Mannheimer Ruderverein erringen. Die Mannschaft wurde bei dieser Gelegenheit Seiner Majestät Kaiser Wilhelm I vorgestellt. Weiter konnte der ORV auf der Mannheimer, der Frankfurter Germania-Regatta und der Frankfurter Vereinsregatta als Sieger nach Hause fahren. Dadurch wurden die Sympathien der rudersportbegeisterten Offenbacher Bevölkerung gesteigert und die Mitgliederzahl stieg bedeutend. \\ |
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| | === 25-Jahr-Chronik === |
| | ist es dann so weit. Am 15. Mai wird das neue Haus eingeweiht. Hier hat man eine wesentlich größere Bootshalle, so dass weitere Boote angeschafft werden können. Auf mehreren Regatten können schöne Erfolge erzielt werden. Besonders die „Kaiser-Regatten“ in Bad Ems werden vom ORV gern besucht. \\ |
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| | === Rudern-100-Jahr-Chronik === |
| | 1881 gehen ORV-Aktive bei der bis heute ältesten und traditionsreichsten deutschen Regatta, der damaligen Kaiserregatta in Bad Ems, an den Start und gewinnen im Gig-Vierer m. Stm. vor der Mannschaft des Mannheimer Rudervereins „Amicitia“. Den Preis im Kaiservierer, der noch heute ausgefahren wird, überreicht Kaiser Wilhelm I. höchstpersönlich. Dieser und weitere Erfolge bei der Regatta des Hessischen Regatta-Vereins in Offenbach, in Mannheim, sowie bei der Regatta der Frankfurter Rudergesellschaft „Germania“ von 1869 steigern die Popularität des ORV-Ruderns und demzufolge die Zahl der Vereinsmitglieder enorm. \\ |
| | /* ==== 150-Jahr-Chronik ==== */ |
| | ===== Anhang 1881 ===== |
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| | ==== Ruderregatten 1881 ==== |
| | {{page>[public:1881:1881_rennen]}} |
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| ===== Bilder 1881 ===== | ===== Bilder 1881 ===== |